Gödöllő und Weiterfahrt nach Rumänien

08.09.2023
 
Gestern Abend noch im Internet gelesen, dass sich ganz in der Nähe von Gödöllő der Hungariaring befindet, auf dem der Große Preis von Ungarn in der Formel 1 ausgetragen wird. Außerdem gibt es hier noch das Lieblingsschloss von Sissi, dem wir am Morgen noch einen Besuch abgestattet haben. Wir konnten es aber nur von außen besichtigen, da noch alles zu war.
 

 
Danach ging es weiter über die Autobahn nach Rumänien, wo wir an der Grenze eine halbe Stunde warten mussten.
 

 
Den ersten Stopp haben wir in Satu Mare gemacht um einzukaufen und Geld zu tauschen. Das Shopping Center war super modern und es gab die üblichen Geschäfte. Auf dem weiteren Weg haben wir an einem Rastplatz im Wald unseren ersten Streuner gesehen. Eine Hündin, der wir etwas Trockenfutter, das wir extra mitgenommen hatten und Wasser hingestellt haben. Sie hat sich erst gar nicht zu uns getraut und von dem Hundefutter hat sie gar nichts angerührt. Vielleicht bekommt sie sonst leckerere Sachen oder sie hat gewartet, bis wir weg waren. 
 

 Bei der Weiterfahrt haben wir am Straßenrand im Graben noch mehrere Streuner liegen sehen und auch die ersten Pferdekutschen haben nicht lange auf sich warten lassen.

Plötzlich sind wir durch einen Ort gekommen, in dem ein Prachtbau neben dem nächsten steht. Es sah richtig seltsam aus und hat so gar nicht ins Bild gepasst. Nach einer Recherche im Internet habe ich herausgefunden, dass es sich um den Ort Certeze handelt, in dem die sogenannten "stolzen Häuser" stehen. Diese Häuser sind Ausdruck dafür, dass die Eigentümer durch Fleiß in anderen Ländern erfolgreich waren und somit den sozialen Aufstieg geschafft haben. In Berlin gab es einmal eine Ausstellung dazu: Schöne neue Welt - Traumhäuser rumänischer Migranten


Unser Weg hat uns noch bis Sapanta geführt, wo wir beim Kloster einen Stellplatz für die Nacht gefunden haben. Morgen wollen wir uns das Kloster und den „Fröhlichen Friedhof“ anschauen.


Gefahrene Kilometer:


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Kloster Peri

09.09.2023
 

Nach einer ruhigen Nacht sind wir morgens inmitten einer Schafherde aufgewacht, die bei uns vorbeigezogen ist.
 

Während des Kaffeetrinkens kam ein großer Streuner vorbei, der sich mit etwas Abstand zu uns gelegt und uns beobachtet hat. Als wir ihm etwas Futter und Wasser hinstellen wollten, ist er ein Stück zurückgewichen und hat erst gefressen, als wir uns wieder etwas entfernt haben. Die Hunde sind hier wirklich eher etwas ängstlich und man muss keine Angst vor ihnen haben.

Inzwischen waren beim Kloster schon zwei Reisebusse angekommen, da heute Samstag ist. Hätten wir mal nicht so trödeln sollen. War dann aber doch dich nicht so schlimm, da die Reisegruppen nicht so lange geblieben sind. So gab es doch noch Fotos ohne fremde Menschen. Leider war die Hauptkirche geschlossen, es gab nur einen kleinen Kirchenraum im Keller, den man nicht fotografieren durfte. Die Klosteranlage war sehr gepflegt und die Gebäude und vor allem die Holzschnitzereien und -arbeiten waren sehr beeindruckend.
 

Nebengebäude



"Pavillon"




Hauptgebäude

Kirche

Eingangstür zur Kirche


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Săpânța und der fröhliche Friedhof

 

Nach der Besichtigung des Klosters ging es weiter zum „Fröhlichen Friedhof“ (Cimitrul Vesel), der nicht weit entfernt war. Auf dem Weg dort hin sind wir an einer kleinen Kirche vorbeigekommen.
 

Vor dem Friedhof war dann schon wesentlich mehr los und es gab viele Stände, an denen man typisch rumänische Souvenirs kaufen konnte.
 
 
Beim Friedhof selber mussten wir dann tatsächlich Eintritt zahlen, aber der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Die Holzstehlen wurden liebevoll von dem Künstler Stan Ioan Pătraș gestaltet und waren mit  handgemalten Bilder und Versen aus dem Leben der Verstorbenen verziert. Wir haben versucht, welche zu übersetzen, hat aber nicht so ganz funktioniert. Durch die Bilder hat sich aber oft schon erschlossen, was dem Verstorbenen im Leben wichtig war oder was er gearbeitet hat.
 



 
In der dazugehörigen Kirche
 
 
 
 


 mit ihren farbenfrohen Wand- und Deckengemälden wurde gerade eine Art Messe abgehalten.
 

 
Wir sind dann noch ein bisschen durch das Dorf gelaufen, dass abseits des Tourirummels wie ausgestorben wirkte. 
 

 
 
Zwei ältere Frauen haben vor ihrem Haus in einem gemauerten Ofen Brot gebacken. Auch diese interessante Konstruktion haben wir gesehen. Eigentlich sehr praktisch.
 

 Wir sind noch an dem alten oder vielleicht normalen Friedhof vorbeigekommen. Hier standen neben ein paar geschnitzten blauen Kreuzen auch normale Grabsteine.
 


 Kurioserweise gab es auch Grabinschriften von Leuten, die noch gar nicht gestorben waren.
 


< Kloster Peri                                                                                                    Abstecher in die Ukraine >

 


Abstecher in die Ukraine

 
Weiter ging es zu dem Ort Sighetu Marmatiei, der durch einen Fluss von der Ukraine getrennt ist. Hier sind wir zu Fuß über die Grenze gegangen. Der Grenzer hat uns noch mal extra gefragt, ob wir auch wissen, dass wir jetzt in die Ukraine laufen.
 

Auf der ukrainischen Seite wurden wir von einem jungen ukrainischen Grenzbeamten sehr herzlich auf englisch begrüßt. In dem kleinen Ort Soltwyno 
 

 hat es bis auf die Schriftzeichen genauso ausgesehen wie in Rumänien: neben alten, fast baufälligen Häusern standen auch hier ein paar neue große Prachtbauten.
 
linke Straßenseite

rechte Straßenseite

 
Ein paar Autos und eine Pferdekutsche haben das Klischee voll und ganz erfüllt:




Das haben wir auf unserem kurzen Spaziergang auch noch gesehen:

eine sehr gepflegte Kirche

einen abenteuerlichen Gerüstbau

die Büste eines moldawischen Fürsten

 Im letzten Laden vor der Grenze haben wir noch ein Süßigkeitenparadies entdeckt:
 

Dann ging es auch schon wieder zurück nach Rumänien.
 

 
 

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