Fahrt nach Coffee Bay

20.02.2023
 
Nach einem Morgenspaziergang am Strand ging es weiter Richtung Coffee Bay. Unser Vermieter hatte uns angeschrieben, dass wir nicht nach 17 Uhr eintreffen sollen. Zu dem Zeitpunkt hatten wir uns nicht viel dabei gedacht, uns nur etwas gewundert, da es erst um 19 Uhr dunkel wird. Später wussten wir dann, warum.....

Einen kleinen Zwischenstopp haben wir an einer alten Eisenbahnbrücke gemacht.




Hier haben wir auch zum ersten Mal Spuren der Überschwemmungen gesehen, von denen 7 von 9 Distrikten in Südafrika in den Tagen vorher betroffen waren. Bisher hatten wir nichts davon mitbekommen.



In einem Ort mit etwas Infrastruktur haben wir in einem Supermarkt noch etwas zu Essen eingekauft. In dem Ort selber herrschte ein richtiges Gewusel und man hatte das Gefühl, dass hier jeder auf der Straße ist. Überall gab es kleine Stände, wo alles mögliche verkauft wurde.


Eigentlich wollten wir noch das Nelson Mandela Museum in Qunu besuchen, standen dort aber vor verschlossenen Türen. Auf den nächsten Bildern sieht man die typischen Häuser in dieser Region und kann erkennen, wie weitläufig die Ortschaften zersiedelt sind.
 

 


 Wir haben noch mal kurz an einem Supermarkt angehalten und uns zum Glück noch etwas Obst und Gemüse gekauft.
 
Seife



 
 Nach diesem letzten großen Supermarkt wurde die Straße zusehends schlechter und bestand eigentlich nur noch aus Potholes (Schlaglöchern).

 
Da wir nachmittags unterwegs waren, haben wir unzählige Schüler auf den Straßen gesehen, die von den verschiedenen Schulen kamen und nach Hause liefen.


Manchmal standen auch einfach Kühe mitten auf der Fahrbahn:



Der Verkehr an einer Baustelle wurde ganz unkompliziert und stromsparend gelöst:



Hier noch mal ein typischer Stand:


Nach gut 30 km auf der Schlaglochstraße und kurz vor dem Ziel war die Straße gesperrt, da durch die Überschwemmungen die Brücke, die die einzige Zufahrt nach Coffee Bay war, durch die Wassermassen zerstört worden war. Die einzige Möglichkeit, dorthin zu kommen, war ein steiniger und matschiger Weg, der auch noch bergauf ging und gerade von einem Bagger etwas glattgezogen wurde. Der Baggerfahrer machte gerade Feierabend und gab uns das Zeichen, dass wir hochfahren könnten. Leider hatte er nur das erste Stück glattgezogen, so dass die Straße nicht unbedingt für unser kleines Autochen geeignet war. Kurz vor dem "Gipfel" wollten wir aufgeben und uns wieder nach unten rutschen lassen, als eine Gruppe Jugendlicher kam, die uns nach oben geschoben haben und meinten, auf der anderen Seite wäre es kein Problem herunter zu fahren. Typisch südafrikanisch, denn auf der anderen Seite sah die Straße genauso aus:


Was man auf dem Bild nicht sieht: es ging ziemlich bergab. Wir sind dann aber tatsächlich heil unten angekommen, mussten noch über diese Brücke:


und waren dann tatsächlich in Coffee Bay angekommen.



An der zerstörten Brücke wurde gleich ein Geschäftsmodell eingerichtet: gegen ein Trinkgeld wurde einem eine Leiter hingestellt.

 
Dieser kleine Einkaufsladen stand direkt an der Brücke und wurde vollkommen zerstört:


Die Behelfsstraße 2 Tage nach unserer Ankunft:



Am Strand lagen noch ein angeschwemmter Kühlcontainer und ein Traktor:




<Chintsa                                                                                                                                   Coffee Bay>

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