Dune du Pilat

 07.10.2022
 
Nach einem frühen Start heute Morgen haben wir uns bei Bordeaux durch den Berufsverkehr gequält und sind bis La Teste-de Buche gefahren
 
 
wo wir vom Auto auf die Fahrräder umgestiegen sind, um die letzten Meter zur Dune du Pilat zurückzulegen. Die Düne selbst war schon beeindruckend und zum Glück waren wir nicht zur Hochsaison hier, denn es war auch so schon voll genug. Von den verheerenden Waldbränden, die hier im Juli gewütet haben, hat man gar nicht so viel gesehen, das hätten wir uns schlimmer vorgestellt.
 







Nach diesem sandigen Erlebnis sind wir noch in den Ort Pyla-sur-Mer gefahren, wo wir am Meer Mittagspause gemacht haben. Was hier zur Hochsaison los sein muss, kann man erahnen, wenn man dieses Schild vor einer Wohnsiedlung sieht:


Für uns ging es auf dem gleichen Weg zurück zum Jupp, um nach Bayonne weiter zu fahren. Landschaftlich war es ziemlich öde, da wir bis kurz vor Bayonne nur an Baumplantagen (Kiefern) und wenig Ortschaften vorbeikommen sind. Erst kurz vor dem Ziel wurde es etwas hügeliger und die Landschaft etwas ansprechender. Den Stellplatz für die Nacht haben wir auf einem Parkplatz direkt am Fluss gefunden.
Gefahrene Kilometer: ca. 300 km
 

 

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Bayonne

08.10.2022
 
Heute Morgen ging es mit den Rädern nach Bayonne, um uns das Städtchen mit dem schönen alten Stadtkern anzuschauen. Hier war richtig was los, da samstags Markt ist und die Temperatur noch richtig angenehm war. Nur die Sonne wollte sich leider zunächst nicht zeigen. Die kam erst zum Vorschein, als wir wieder beim Jupp waren. Trotzdem hat uns Bayonne sehr gut gefallen, da es mit seiner Größe überschaubar ist, man alles zu Fuß erkundschaften kann, die Stadt quirlig und lebendig erscheint und einfach Lebensfreude vermittelt.


 







 
Wir sind noch an zwei Wandbildern vorbeigekommen, die im Zuge des Street-Art Festivals entstanden sind:

 
Hitza Hitz ist übrigens eine baskische Redewendung, die man genutzt hat, als man Absprachen noch mit einem Handschlag besiegelt hat. Mein persönlicher baskischer Favorit ist übrigens:


Nach dem Essen sind wir dann um die Ecke zu einer Shoppingmall gefahren, bei der wir gestern Abend noch kurz gewesen sind und festgestellt hatten, dass das WLAN dort super ist. So haben wir unseren Nachmittag mit surfen und vorbereiten der weiteren Reise verbracht (muss auch manchmal sein und gutes WLAN ist selten), bevor es ein paar Kilometer weiter zu unserem rausgesuchten Schlafplatz zwischen Ustaritz und Saint-Pée ging. 
 
Wir dachten erst, wir fahren irgendwo ins Nirgendwo, aber dort angekommen stellte sich heraus, dass es sich um zwei große und schon gut besuchte Parkplätze handelt. Zum einen von Einheimischen, die hier noch ihre Gassirunden gedreht haben, aber es gab auch ein paar Camper, da der Parkplatz auch bei Park4Night gelistet ist (was wir nicht gewusst haben). Wir haben uns für den hinteren Parkplatz entschieden, bei dem man nicht ganz so freisteht. Dafür stehen wir nun alleine hier, während sich auf dem vorderen Parkplatz die Camper drängeln. Morgen wollen wir hier eine kleine Wanderung machen. Mal gespannt, was uns erwartet.
Gefahrene Kilometer: ca. 20 km
 

 

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Le forêt d'Ustaritz et de Saint-Pée


09.10.2022
 
Heute haben wir die Räder stehen lassen und sind zu Fuß losmarschiert. Nachdem sich der Dunst verzogen hatte, war das Wetter wirklich Bombe und wir waren froh, dass es öfters mal durch den Wald ging.
 

 
Auf dem ersten Teil unserer Strecke hatten wir noch ein paar Aussichten auf die hügelige Landschaft. Mitunter waren die Wege ziemlich zerfurcht und wir hatten Glück, dass es trocken war. Sonst wäre es eine ziemliche Schlammschlacht geworden. Zweimal sind wir an einer "Palombière" vorbeigekommen. Hier werden Ringeltauben gejagt, bzw. geschossen und landen dann auf dem Teller (hier in der Gegend eine Spezialität). Die Jagdsaison ist von Mitte Oktober bis Mitte November, da haben wir gerade noch einmal Glück gehabt. Für die Nacht stehen wir wieder auf dem Stellplatz von gestern.






10.10.2022

Heute Morgen war auf unserem Parkplatz richtig Bamboule. Ständig kamen Autos angefahren, aus denen Leute mit Gummistiefeln, langen Stöcken und Körben ausgestiegen sind, die dann in Richtung Wald maschiert sind und dort etwas gesucht haben. Als die ersten zurückgekommen sind, habe ich mal einen gefragt, was sie denn sammeln: Pilze. Er hat mir auch erzählt, dass die Taubenjadgsaison erst in 10 Tagen anfängt, da die Jäger hier Rücksicht auf die Pilzesammler nehmen. Da haben wir ja Glück gehabt. Hier hat sich gezeigt, dass es manchmal ganz gut, die Sprache in einem fremden Land zu sprechen. Bei unserer heutigen Runde sind wir dann auch noch an etlichen Parkplätzen vorbeigekommen, die auch alle gut besucht waren. Landschaftlich war es heute sehr schön, da wir an vielen alten Eichen vorbeigekommen sind.
 



 
 
Zwischendurch ging es auch mal über freie Abschnitte mit ein wenig Aussicht.
 

Und beim Mittagessen hatten wir sogar Gesellschaft:

 
Schade war nur, dass nirgends Bänke standen, aber es gibt hier auch keine offiziellen Wanderwege. Ab Nachmittag hat es dann immer mal genieselt und teilweise war der Weg recht schlammig.
 

 Zurück am Parkplatz war immer noch so viel los und es kamen ständig neue Pilzesucher. Heute Nacht bleiben wir auch noch einmal hier.
 
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La Rioja

11.10.2022
 
Heute Morgen hat es zum Glück nicht mehr geregnet und wir haben uns auf den Weg nach Spanien gemacht. Die Grenzüberquerung war ganz unspektakulär und wir hätten sie fast gar nicht mitbekommen. Im französischen Teil waren die Häuser alle sehr gepflegt und gut in Schuss und man hat kaum ein Haus gesehen, das renovierungsbedürftig war. Auch in den ersten Ortschaften in Spanien war es noch so. Erst nach und nach wurden die Häuser wieder anders. Den ersten Halt haben wir in Pamplona gemacht, um unsere Vorräte aufzufüllen. Hier hat man sofort gemerkt, dass es insgesamt wieder dreckiger war und auch die Hundekacke haben wir leider wieder angetroffen. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen rumlaufen, aber es hat so dermaßen angefangen zu regnen, dass wir doch weiter Richtung Logroño gefahren sind. Logroño ist die Hauptstadt des Weinbaugebietes Rioja. Unterwegs sind wir schon an vielen Weinreben und Bodegas vorbeigekommen. Leider war es sehr trübe und es hat immer mal wieder geregnet. Mit Sonnenschein hätte die Landschaft sicherlich schon sehr schön ausgesehen. Den Stellplatz für die Nacht haben wir in Elciego gefunden. Hier stehen wir zum ersten Mal auf einem offiziellen kostenfreien Stellplatz für Wohnmobile (nur Strom muss man bezahlen, aber den brauchen wir ja nicht).
Gefahrene Kilometer: ca. 200 km




12.10.2022 
 
Elciego
 
Heute Morgen sind wir durch das kleine aber feine Städtchen Elciego geschlendert.
 





 
Hier gibt es auch die außergewöhnliche Bodega Marqués de Riscal
 


Bei den Trauben konnte ich natürlich nicht widerstehen:



Und das haben wir etwas außerhalb noch entdeckt:






 
Gegen Mittag sind wir weiter nach Laguardia gefahren, das hier in der Gegend die schönste mittelalterliche Stadt sein soll. Inzwischen ist auch die Sonne herausgekommen und die Gegend hier ist schon umwerfend schön, da die Weinreben langsam anfangen, sich zu verfärben und im Hintergrund sind relativ hohe Felsen zu sehen. Bevor wir uns das Städtchen angeschaut haben, sind wir zum Prao de la Paúl gelaufen, einem kleinen Biotop. Hier sind wir keiner Menschenseele begegnet.....
 






... dafür war es im Ort um so voller. Ein schön hergerichteter Touriort, in dem die Lokale um 16 Uhr gut gefüllt waren.



 

 
 
 


 








Den Stellplatz für die Nacht haben wir hinter einer Wohnsiedlung an einem Spielplatz gefunden.
 

 
 
13.10.2022
 
Logroño
 
Heute Morgen haben wir das Auto kurz umgeparkt. Hier konnten wir Traubenpflückern bei der Ernte zusehen, während wir die Fahrräder rausgeholt und bei noch recht frischen Temperaturen unseren Kaffee getrunken haben. Unsere heutige Fahrradtour hat uns durch eine herrlich bunte Weinlandschaft
 





 

 bis nach Logroño geführt (ca. 25 km). Wir hatten schon Panik vor der Rückfahrt, da es fast nur bergab ging. In Logroño gibt es am Ebro einen großen, schön angelegten Park, der noch richtig neu aussieht. Die Stadt selber war für uns nicht so interessant. Wir hatten auch ein bisschen Pech, da hier größere Baumaßnahmen in der Innenstadt waren.
 


 
Zum Glück haben wir für die Rückfahrt einen anderen Weg gefunden, der am Ebro entlangging. Nur die letzten 8 km hatten es noch einmal richtig in sich und wir waren froh, als wir wieder bei unserem Jupp angekommen sind. Hier sind wir auch für die Nacht geblieben.
 

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